Schulstart Peace Matunda Pre- and Primary School

Nach den langen Weihnachtsferien begann in Tansania am 9. Januar das neue Schuljahr. Für die Peace Matunda Pre- and Primary School bedeutet das endlich wieder Leben auf dem Campus zu haben, überall laufen und spielen Kinder, singen, tanzen und aus den Klassen hört man Diskussionen, Gelächter und englische Lieder.

8 Kinder kommen an die Weiterführende Schule

Für 8 Peace Matunda Kinder begann im Januar ein neuer bedeutender Lebensabschnitt: Sie wurden an dem privaten Internat Edmund Rice in Arusha aufgenommen. Was hier in Deutschland keine Besonderheit ist, ist für die meisten Kinder in Tansania ein ganz besonderes Privileg: Bildung.
Nur 29% der Kinder besuchen die weiterführende Schule. Small Changes ermöglicht derzeit 30 Kindern den Besuch der Secondary School. Möglich ist dies nur durch Paten, die sich für eine Bildungspatenschaft entschieden haben und die Schulgebühren von rund 1.000 € im Jahr übernehmen. Ohne diese Hilfe hätten diese Kinder keine Chance auf Bildung und die Möglichkeit ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu erweitern und, wenn alles gut verläuft, später ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Peace Matunda ist jedes Jahr bestrebt mit Hilfe von Small Changes für Kinder, deren Eltern in Armut leben, für ihre weiterführende Bildung Bildungspaten zu gewinnen, die sich für die Zukunft dieser Kinder einsetzen.

Faraja

Besonders gefreut hat mich, dass wir noch nach Schulbeginn, Faraja ermöglichen konnten die weiterführende Schule zu besuchen. Noch bei meinem Besuch im September gingen wir davon aus, dass Farajas Eltern für die Schulgebühren aufkommen können, denn sie betrieben einen kleinen Laden im Ngorongoro Schutzgebiet. Doch dann setzte die tansanische Regierung die Vertreibung der Massai und Bewohner des Schutzgebietes durch. 1500 Quadratkilometer im Norden Tansanias und 14 Dörfer der Massai sind von der Entscheidung der Regierung betroffen zugunsten des Tourismus, der kommerziellen Jagd oder Natur- und Artenschutzes, je nachdem welcher Version man Glauben schenken möchte. Eine Kompensation oder ein Vorschlag, wohin die Massai stattdessen gehen sollen, gibt es nicht. Auch für Farajas Eltern bedeutet dies, dass sie ihre Einkunftsquelle verloren und sich ihr Leben wieder neu aufbauen müssen, an einem Ort, der nicht ihr Zuhause ist.

Neue Bildungspatin gefunden!

Glücklicherweise konnten wir im Januar ganz kurzfristig noch eine Patin für Faraja finden, die nicht überlegt hat, nachdem sie von ihrem Schicksal erfahren hat und sofort eingesprungen ist. Überglücklich wurde Faraja nur einige Tage später eingeschult! Und das beste: Im April lernen sich die beiden vor Ort kennen, denn die Patin reist mit ihren Kindern nach Tansania, wo sie mit Kaaya eine Safari unternehmen wird und im Peace Matunda Kinderzentrum in den Osterferien ihr Patenkind Faraja kennenlernen wird.